Erziehung / Bildung

Votum über Anerkennung ausländischer Abschlüsse 

Der Deutsche Bundestag stimmt am Donnerstag, 12. November 2015, über einen Gesetzentwurf zur Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen (18/5326) ab. Mit dem Regierungsentwurf soll die Richtlinie 2005/36/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 7. September 2005 umgesetzt werden, nach der die Verfahren zur Anerkennung von Qualifikationen in reglementierten Berufen in der EU modernisiert und vereinfacht werden sollen. Die Debatte beginnt gegen 20.15 Uhr und dauert eine dreiviertel Stunde.

Die Debatte wird live im Parlamentsfernsehen, im Internet und auf mobilen Endgeräten übertragen.

Sachverständige lobten und kritisierten Entwurf

Deutliche Detailkritik hatte es an dem Entwurf sowie an dem Bericht zum Anerkennungsgesetz 2015 (18/5200) in einer Expertenanhörung am 30. September 2015 im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung gegeben, wenn auch die Experten grundsätzlich das Anerkennungsgesetz gelobt hatten. Auch deshalb hatten sich die Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD zu einem Entschließungsantrag entschlossen, den sie ebenso wie die genannten Drucksachen in der Ausschusssitzung am 4. November 2015 zur Abstimmung gestellt hatten. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen votierte dagegen, Die Linke enthielt sich.

Darin begrüßten die Koalitionsfraktionen, dass sich die Bundesländer verpflichtet haben, die für die Anerkennung der ausländischen Bildungsabschlüsse zuständigen Stellen und die von den Ländern finanzierte Zentralstelle für das ausländische Bildungswesen angemessen auszustatten. Gleichwohl sollten die Bundesländer dazu angeregt werden, noch stärker für ein transparent nachvollziehbares und vergleichbares Anerkennungsverfahren Sorge zu tragen. Ferner soll die Bundesregierung zügig prüfen, inwieweit begleitende finanzielle Unterstützungsangebote für Nachqualifizierungsmaßnahmen in Ergänzung zu bestehenden Angeboten notwendig sind. Ferner sollen die Verfahrenskosten sozialverträglich ausgestattet werden.

Erhöhung der Anerkennung beruflicher Abschlüsse

Grundsätzlich sollen mit dem Anerkennungsgesetz die Verfahren zur Bewertung ausländischer Berufsqualifikationen im Zuständigkeitsbereich des Bundes vereinfacht und für bisher nicht anspruchsberechtigte Zielgruppen geöffnet werden.

Doch viele Antragsteller hätten kaum Chancen auf Begleichung der Kosten, hatten die Fachleute gemahnt und würden deshalb keine Anerkennung ihrer Qualifikation erreichen. Auch müsse die Anerkennung beruflicher Abschlüsse erhöht werden, auch wenn kein formaler Abschluss vorliege aber Berufserfahrungen nachgewiesen werden könnten.

 

Zuerst veröffentlicht auf:

 

http://www.bundestag.de/dokumente/

Erziehung / Bildung

Lehrberufe – Instrumentenbau: Wo Tischlern, Akustik und Architektur zusammenkommen

Lehrlinge im Instrumentenbau benötigen Geduld, Liebe zum Detail und körperliche Belastbarkeit. Aber auch technisches und musikalisches Verständnis sind gefragt

Zither und Akkordeon erklingen im Treppenhaus, es duftet nach Holz, und im Klassenzimmer hängt eine Klaviatur an der Wand. Die Wiener Berufsschule für Holz, Klang, Farbe und Lack (BS HKFL) versammelt Lehrlinge elf verschiedener Lehrberufe unter einem Dach. Neben Herkömmlichem wie Tischlerei und Lackiertechnik werden hier auch Lehrgänge für Bildhauerei und Musikinstrumentenerzeugung angeboten.

Die Schüler und Schülerinnen der Klassen für Musikinstrumentenerzeugung (MUS) kommen aus ganz Österreich nach Wien, um ergänzend zur betrieblichen Ausbildung die Berufsschule zu besuchen. „Seit rund 50 Jahren hat sich der bundesweite Lehrgang für Instrumentenbau in Wien etabliert“, sagt der Fachlehrer und Orgelbaumeister Ulrich Riediger.

Heterogene Klassen

Seit 27 Jahren unterrichtet Riediger die MUS-Klassen in Fächern wie Akustik, Angewandte Mathematik, Angewandte Physik und Technologie. Spannend ist für ihn „die heterogene Zusammensetzung der Klassen“, betont er. „Die Schüler haben unterschiedliche Zugänge: von Pflichtschulabgängern über Maturanten, Personen, die schon einen anderen Beruf erlernt hatten, bis zu mitunter fertigen Akademikern ist alles dabei.“ Ein Drittel der Instrumentenbaulehrlinge ist weiblich.

Von der Monarchie bis zum Zweiten Weltkrieg wurden in Wien Lehrlinge im Instrumentenbau ausgebildet. „Mit den Modellen aus dieser Zeit arbeiten wir heute noch“, sagt Riediger. Auf der gemeinsamen Stundentafel stehen auch Fächer wie Rechnungswesen, Politische Bildung und berufsbezogenes Englisch. Für die spezielle Instrumentenkunde, computergestütztes Fachzeichnen und das Praktikum in den Werkstätten werden die Schüler nach Lehrberufen aufgeteilt.

Orgelbau: Von Akustik bis Zimmereitechnik

„Das Besondere am Orgelbau ist, dass viele Berufe in einem zusammengefasst sind“, sagt Riediger. Techniken und Fertigkeiten aus (Kunst-)Tischlerei, Metallverarbeitung, Architektur, Elektronik und Akustik vereinen sich in einem Berufsbild. Ebenso kommen Design, Zimmerei- und Restauriertechniken zum Einsatz. „Der Orgelbau bietet eine universelle handwerkliche Ausbildung.“ Geduld, Liebe zum Detail und körperliche Belastbarkeit, aber auch feinmotorische Fähigkeiten, technisches und musikalisches Verständnis sollten Orgelbaulehrlinge mitbringen. Am wichtigsten aber sei „das Interesse am Produkt“.

Martin Behringer bringt all das mit. Von Deutschland kam er nach Dornbirn, um in der Firma Rieger Orgelbau eine Lehre zu beginnen. Der Orgelbaulehrling schätzt das innovative Produkt und das attraktive Ausbildungsangebot. „Es ist sehr abwechslungsreich, und innerhalb des Berufs ist eine Spezialisierung möglich“, sagt Behringer. Er selbst spielt Klavier und Orgel, bei einem Kurs für Kirchenmusiker hat ihn „der Orgelbau gepackt“.

Besondere Bindung zum Blechblasinstrument

Ideale Voraussetzung für eine langjährige Berufskarriere. „Wenn jemand selbst spielt, besteht eine besondere Bindung zum Instrument. Das Verschmelzen von Hobby und Beruf bringt meist die besten Leute hervor“, sagt Johann Schnaubelt. Der Meister in Blechblasinstrumentenerzeugung unterrichtet seit 15 Jahren die jeweiligen Schüler in den MUS-Klassen.

Wichtig ist ihm, dass im Lehrgang „was Sinnvolles entsteht, etwas, das die Schüler und Schülerinnen zu Hause herzeigen können“. Seit seiner Jugend spielt Schnaubelt in einer Musikgruppe, der Einstieg in den Instrumentenbau verdankt sich einem Zufall: „Meine Trompete war kaputt, ich brachte sie zur Reparatur, und von da an wollte ich Blechblasinstrumentenerzeuger werden.“ Für die Lehre im Musikhaus Votruba, wo er bis heute arbeitet, übersiedelte er 1989 nach Wien.

Mechanik ausbauen, reinigen und Teile erneuern – das Restaurieren von Holzblasinstrumenten macht Maria Wallmann, die selbst Saxofon und Flöte spielt, besondere Freude. Als Lehrling der Holzblasinstrumentenerzeugung arbeitet sie in der Holzbläserwerkstatt Andreas Stolz in Innsbruck. Wallmann ist glücklich in ihrem Beruf. „Du arbeitest mit den Händen und siehst am Ergebnis, was du geschafft hast“, sagt die Kapellmeisterin aus Tirol.

Instrumentenbaudynastie

Das macht für Lisa-Maria Schwarz das Besondere am Instrumentenbau aus: „Die Menschen haben Freude mit dem, was ich gemacht habe.“ Schwarz lernt Harmonikamacherin bei Harmonika Müller und ist „mit dem Instrumentenbau groß geworden“. Seit 1679 stellt die Familie Schwarz in Molln in Oberösterreich Maultrommeln her, ihr Großvater begann vor mehr als 35 Jahren auch, Steirische Harmonikas zu bauen. Im Volksschulalter fing die Berufsschülerin an, Zither und Harmonika zu spielen. „Wenn du selbst spielst und baust, lernst du das Instrument von zwei unterschiedlichen Seiten kennen.“

Handwerk wie vor 300 Jahren

Das möchte auch Günther Meinhart. Er spielt Gitarre und arbeitet bei Fant Guitars in Faistenau in Salzburg. Lange schon hatte der gelernte Elektriker den Wunsch, „etwas Kreatives zu machen“. An der Streich- und Saiteninstrumentenbaulehre fasziniert ihn, dass „heute vieles so gemacht wird wie bereits vor 300 Jahren“.

Der Zugang zur Ausbildung war früher jedoch durch das Zunftwesen nördlich der Alpen, beispielsweise im Geigenbau, streng reglementiert, erklärt Matthias Bölli. Der Meister im Streich- und Saiteninstrumentenbau unterrichtet die jeweiligen Schüler in den MUS-Klassen und arbeitet für den Geigenhersteller Bölli & Münzberg in Wien. „Das Handwerk kann man üben. Wichtig ist, dass bei den Lehrlingen die Motivation und der Wunsch zu lernen bestehen.“

Millimeterarbeit im Klavierbau

Für Monika Schwarz war klar war, dass sie nach der Matura „was mit Musik“ machen wollte. Sie lernt Klavierbau in der Bösendorfer-Klavierfabrik. Besonders gern verrichtet sie „die feinen Arbeiten. Zum Beispiel Mechanikeinstellen, Stimmen und Intonieren.“

Diese Millimeterarbeit gestaltet sich nicht immer einfach, „der Umgang mit Werkzeug war ungewohnt für mich, alles war so neu, aber sehr spannend“, erinnert sich Tamara Bruckner. Nach einem Arbeitsalltag in der Gastronomie begann sie eine Klavierbaulehre im Klavierhaus Langer in Klagenfurt. „Musik ist mein Hobby. Ich habe mich richtig entschieden.“ Sie möchte auch andere zu einer Instrumentenbaulehre motivieren. Menschen, die neue Musikinstrumente bauen oder alte restaurieren, sagt sie, tragen dazu bei, „die Musik in die Welt zu bringen“.

Die Ethik des Unerreichbaren

Beim Bauen, Stimmen und Festlegen zahlreicher Details sind für Adam McCartney „sowohl Fragen der Ästhetik als auch der Ethik“ von Bedeutung. Der aus Irland stammende Klavierbaulehrling hat bereits Komposition in Graz studiert. „Für den Beruf lernt man die objektive und statische Beschreibung eines dynamischen Phänomens – der Musik.“ Die Idee des reinen Stimmens ist für McCartney „eine abstrakte Idee, die nicht verwirklichbar ist. Die Kunst liegt im Ergebnis des Versuchs, etwas Unerreichbares zu erreichen.“ (Victoria Windtner, 9.11.2015)

Die Berufsschule für Holz, Klang, Farbe und Lack bildet in den Lehrberufen Klavier- und Cembalobau, Orgelbau, Harmonikamacher/-in, Blech- und Holzblasinstrumentenerzeugung und Streich- und Saiteninstrumentenbau aus. Organisiert wird der Unterricht in Lehrgängen zu je neun Wochen pro Lehrjahr. Bei den dreieinhalbjährigen Lehrberufen Klavier- und Orgelbau wird zusätzlich ein Lehrgang von vier Wochen abgehalten.

 

Übernommen aus:

http://text.derstandard.at/

Erziehung / Bildung

David Zehner – Warum ich ins Gymnasium zurückgekehrt bin

In der vierten Klasse stand ich vor folgender Entscheidung: Soll ich im Gymnasium bleiben oder in die HTL gehen? Spätestens nach dem Besuch der HTL am Tag der offenen Tür war mir klar, dass ich später etwas Technisches machen möchte, und so entschied ich mich, in die HTL zu wechseln. Doch im Nachhinein denke ich, dass mich das Technische ein wenig geblendet hat.

Allgemein- oder Fachwissen?

In allgemeinbildenden Gegenständen, wie Englisch und Deutsch, lernte ich in den zwei Jahren an der HTL fast nichts dazu, vor allem, weil das erste Jahr in diesen Fächern hauptsächlich dazu dient, das Niveau der ehemaligen NMS-Schüler an jenes der AHS-Schüler anzugleichen. Keine Frage, in den technischen Gegenständen lernten wir viel Interessantes und Nützliches, doch jeder muss sich die Frage stellen, was ihm wichtiger ist: Allgemeinwissen oder Fachwissen? Ich persönlich kam am Ende der zweiten HTL-Klasse zu dem Entschluss, dass mir Allgemeinwissen um einiges wichtiger ist. Außerdem ist es schwieriger, sich als Erwachsener nachträglich Allgemeinwissen anzueignen als Fachwissen.

HTL hat Potenzial

Dabei hätte die HTL durchaus Potenzial, der beste Bildungsweg für Technikinteressierte zu sein. Jedoch müsste man zum Beispiel die spärliche Anzahl an Englischstunden überdenken. Vor allem heute, da die Globalisierung so weit vorangeschritten ist, ist Englisch wichtig für jeden, der erfolgreich sein will – vor allem im wirtschaftlichen und technischen Sektor – und vielleicht einmal im Ausland leben möchte.

Andere Interessen

Jeder sollte sich einen Plan überlegen für den Fall, dass sich seine Interessen beziehungsweise Schwerpunkte ändern: Ist es einfach, nach dem Gymnasium Elektrotechnik zu studieren? Wie einfach ist es, nach der HTL Anglistik zu studieren? Fakt ist, dass HTL-Schüler an technischen Universitäten nur geringfügig besser abschneiden als AHS-Schüler. Da fragt man sich: Wozu die 37 Wochenstunden? Wozu ein Jahr länger in die Schule gehen?

Mein Tipp: Jeder, der (noch) mehrere Interessen besitzt und unbedingt studieren will, sollte die Schule wählen, die ihn am besten auf alle möglichen Szenarien nach der Matura vorbereitet. Das ist – für mich – das Gymnasium. (David Zehner, 21.10.2015)

 

Originalbeitrag:

derstandard.at/2000024009222-65

Erziehung / Bildung

Ein Handwerk mit viel Bumms

Von der Haubitze aus dem 16. Jahrhundert bis zum Nachbau einer Vorderladerkanone aus dem Dreißigjährigen Krieg: Wer den Betrieb von Stephan Zimmermann im thüringischen Stadtroda aufsucht, hat einen besonderen Wunsch. Zimmermann ist Kanonengießer und hat sich auf den Nachbau von Kanonen, Mörser und Haubitzen nach historischem Vorbild spezialisiert. „Zu uns kommen Mitglieder von Kanonenvereinen und Museumsbetreiber aus Deutschland und der ganzen Welt. Alle wollen sich von uns ihre ganz individuelle Kanone bauen lassen“, erzählt Zimmermann.

Meistens haben die Kunden ganz genaue Vorstellungen von ihrer Kanone. Als Vorlage dienen Bilder, Fotos, historische Zeichnungen oder alte Kupferstiche. „Unsere Kanonen sind originalgetreue Nachbauten und von der Bauart und Qualität vergleichbar mit den historischen Originalen“, sagt Zimmermann. Manchmal soll er aber auch eine ganz neue Waffe entwerfen nach individuellen Wünschen und eigenem Familienwappen darauf. Das Kundengespräch ist daher wichtig. Hier klärt Zimmermann, aus welchem Jahrhundert die Kanone sein soll, ob sie in Originalgröße oder maßstabsgetreu verkleinert sein soll. Welches Material gewünscht ist und welche Verzierungen. Und natürlich muss auch geklärt werden, ob es ein Kanonenrohr und eine Lafette, das heißt einen Unterbau, dazu geben soll. „Abhängig vom ursprünglichen Einsatzort des Geschützes sowie der Epoche bauen wir zum Geschützrohr auch die passende Lafette, beispielsweise Kasemattenlafetten, Blocklafetten oder Burgunderlafetten“, sagt der Kanonengießer nicht ohne Stolz.

 

Bevor es an die eigentliche Umsetzung geht, werden detaillierte technische Zeichnungen angefertigt. Anhand dieser baut Zimmermann zunächst ein präzises Holzmodell vom späteren Kanonenrohr. Auf Detailtreue legt er Wert – die Holzform dient zur Herstellung der eigentlichen Gussform, die aus einem speziellen Sand hergestellt wird. Das Kaliber, das ist die Größe des Schusskanals in dem Kanonenrohr, legt Zimmermann mit einem Metallrohr fest, das an entsprechender Stelle längs in der Mitte der Holzform platziert wird.

Der Sand, der zur Herstellung der Negativform des Kanonenrohres verwendet wird, ist mit einem speziellen Bindemittel versehen und härtet schnell aus. In die Form wird später das flüssige Metall, entweder Bronze oder Eisen, gegossen. „Flüssiges Eisen ist bis zu 1.300 Grad Celsius heiß. Bis ein Kanonenrohr aus Eisen vollständig abgekühlt ist, dauert es ein bis drei Tage, Bronze muss sogar, je nach Größe des Rohres, fünf bis sechs Tage abkühlen“, sagt Zimmermann. Abschließend wird jede gefertigte Kanone einem intensiven Test unterzogen. Dazu macht Zimmermann nach jedem Guss einen Materialtest. Gibt es Hohlstellen im Guss? Hält das Material einem Abschuss stand? Darüber hinaus werden Haltbarkeit und Schusstauglichkeit zusätzlich auch vom Amt für Materialwesen überprüft.  

Die von Hand gebauten Geschütze haben ihren Preis: Von wenigen Hundert Euro für ein maßstabsgetreues Modell bis zu fast 70.000 Euro für ein aufwendig verziertes Bronzerohr inklusive beschlagener Lafette aus Eschenholz werden für die eigene Kanone fällig. 

 

Kanonengießer brauchen technisches Verständnis sowie umfangreiche Kenntnisse im Bereich der Metallproduktion und -bearbeitung. Sie müssen körperlich robust sein und fit in Geschichte. Eine Ausbildung wird in Deutschland nicht angeboten. Zimmermann hat sein Wissen durch intensives Studium von Fachliteratur und seine Arbeit in einer Gießerei erworben. Den Großteil hat er sich durch Learning-by-doing beigebracht. Damit er überhaupt Schusswaffen herstellen darf, war außerdem eine Fachkundeprüfung in der Waffenschule in Suhl nötig. Nur wer sie besteht, ist als eingetragener Hersteller für den Bau von Geschützen befähigt und bevollmächtigt.

Jobs als angestellte Kanonengießer gibt es allerdings kaum. Zwar fertigt Zimmermann in seinem Betrieb mehrere Dutzend Kanonenrohre und komplette Geschütze im Jahr. Er beschäftigt aber keine weiteren Angestellten. „Der Bedarf ist überschaubar, bundesweit weiß ich nur von zwei weiteren Kanonengießern“, erzählt er. Trotzdem findet er den Beruf großartig. „Jeder Auftrag ist ein Unikat und ich übe einen fast einzigartigen Beruf aus. Wer kann das schon von sich behaupten?“

  •  Gehalt: Abhängig von der Auftragslage
  • Arbeitszeit: Abhängig von der Auftragslage
  • Ausbildung: Keine Ausbildung im klassischen Sinne möglich, Vorkenntnisse aus einem metallverarbeitenden Beruf von Vorteil

 

Seite besuchen:

http://www.zeit.de/karriere/beruf

Familie / Zuhause Hobbys

Gartensaunas

Gartensaunas sind ein hervorragender Luxusgegenstand und werden nicht nur in Hotels, sondern auch in B&B und sogar manchen Motels an der Autobahn angeboten. Gartensaunas sind auch ein großartiger Zusatz bei einem Haus. DIY Gartensaunas können durch den Hausbesitzer selbst aufgebaut werden und es gibt sogar fertig aufgebaute, bereit für die Installation. Saunas sind in der Regel kleine Holzhäuschen oder sogar kleine Häuschen mit genügend Platz zum Sitzen. Der Platz pro Person hängt von der Anzahl der Plätze in der Sauna ab.

Die Fasssauna ist in der Regel mit einem Belüftungssystem und Fenster zum Hinausschauen ausgestattet. An manchen etwas luxuriöseren Gartensaunas ist eine Dusche angebracht, unter der man sich nach der Hitzephase reinigen kann. Doch dies ist in der Regel im Spa eines Hotels oder B&B, nicht zu Hause.

Eine Fasssauna mit Holzofen ist eine exzellente Wahl für die Reinigung und Entspannung. Es gibt je nach Standort und Große verschiedenste Kapazitäten, von 2-4 Personen, bis hin zu dreißig Personen. Eine Gartensauna besitzt eine Hitzekontrolle im Inneren und Außen und bietet damit viel Sicherheit.

Saunas, die in Hotels, B&B und Spas angeboten werden sind Dampfräume. Sie erlauben es dem Körper zu dampfen und zu reinigen. Eine Gartensauna kann mit beliebigem Holz gebaut werden. In der Regel wird Zedernholz genutzt, da es einen Belüftungsaspekt mich sich bringt.

Gartensaunas sind in Hotels normalerweise um einiges größer. Sie sind mit dem Spa und Salon verbunden, während die Duschen durch alle Saunanutzer verfügbar sind. Es gibt einen Ort um die Handtücher zu platzieren, als auch zusätzliche Handtücher für die Nutzung im Innenraum. Eine Gartensauna sollte gemütlich sein und ganz einfach Menschen unterbringen. Manche Saunas bieten einen Platz zum Liegen, da manche Menschen sie zur kompletten Entspannung nutzen. Es gibt auch andere Gartensaunas für nur eine Person, in der man gleichzeitig eine Massage bekommen kann – in der Regel in großen Spas oder Hotels.

Gartensaunas oder Badezubern bestehen in der Regel nur aus Holz. Materialien wie Zement können genutzt werden um die Hitze vor dem Ausdringen zu verhindern. So kann sichergestellt werden, dass die Temperatur konstant bleibt.

Eine Gartensauna ist eine hervorragende Einrichtung zum Entspannen und kann im Haus oder anderswo installiert werden. Eine Gartensauna ist die Wahl vieler Menschen, die deren Vorteile entdeckt haben.  Es hilft sogar beim Gewichtsverlust und dem Ausstoßen von Giftstoffen aus dem Körper.

Eine Fasssauna mit Vorraum ist eine gute Wahl zum Entspannen und kann in jedem Haus oder am Gebäude installiert werden. Gartensaunas und dessen Material zur Installation können in Läden angeschaut werden.

Eine Gartensauna ist eine hervorragende Wahl um die Fremdstoffe im Körper freizusetzen und zum Entspannen.

Gartensauna

 

Erziehung / Bildung

Flüchtlingskinder – Lehrergewerkschafter kritisiert

Wien – Je näher der Schulbeginn rückt, umso näher rückt das Asylthema auch an die Schulen heran. Das Bildungsministerium rechnet mit rund 5000 Flüchtlingskindern, die im Herbst im Rahmen der Schulpflicht, die auch für diese Kinder ungeachtet ihres jeweiligen Aufenthaltsstatus gilt, zu betreuen sein werden. Das entspricht weniger als einem Prozent aller Kinder zwischen sechs und 14 Jahren, genau sind es 0,7 Prozent.

„Falsche, brandgefährliche Welle“

Und genau diese Relationen sollten in der ohnehin schon sehr aufgeheizten Stimmung nicht noch durch eine „emotionalisierte Debatte“ verzerrt werden und aus dem Blickfeld verloren gehen, warnt der sozialdemokratische Lehrergewerkschafter Heinrich Himmer im STANDARD-Gespräch: „Da wird auf der falschesten Welle geritten. Das ist brandgefährlich.“

Der Vizevorsitzende der Gewerkschaft der Lehrerinnen und Lehrer an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) reagiert damit auf Pflichtschullehrergewerkschafter Paul Kimberger (Fraktion Christlicher Gewerkschafter, FCG), der am Mittwoch im Ö1-„Morgenjournal“ davor gewarnt hat, dass die Situation ohne zusätzliche Pädagoginnen und Pädagogen – vor allem für Fremdsprachen – eine „scheinbar unlösbare Aufgabe“ für die Schulen werde. Außerdem warf Christgewerkschafter Kimberger dem Unterrichtsministerium unter Ressortchefin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) vor, es reagiere viel zu spät und stelle außer einem Leitfaden nichts zur Verfügung.

Er, Himmer, verstehe und teile zwar das gewerkschaftliche Anliegen, die Lehrerinnen und Lehrer auch in dieser Situation zu unterstützen und nach mehr Personal zu rufen, aber der FSG-Vertreter pocht auch darauf, „dass in der Bevölkerung dadurch nicht der Eindruck erweckt wird, es bricht alles auseinander. Das tut es nämlich nicht.“

350 Flüchtlingskinder in Millionenstadt

Eine Millionenstadt wie Wien schaffe es, so Himmer, 350 Flüchtlingskinder bei 220.000 schulfplichtigen Kindern aufzunehmen und pädagogisch zu versorgen. In dieser Situation alte und auch berechtigte Rufe nach mehr Unterstützungspersonal zu wiederholen – aber diesmal eingebettet in den Flüchtlingskontext – sei „brandgefährlich und verlogen. Das hilft den Lehrerinnen und Lehrern nicht, wenn man ihnen sagt: Es sind zu viele Flüchtlingskinder da, wir schaffen das nicht“, kritisiert Himmer.

Mehr Schuldbudget nötig

Der Sozialdemokrat sieht die gesamte Bundesregierung gefordert, sagt aber auch: „Da hat sich niemand mit Ruhm bekleckert. Es ist klar, um 5000 zusätzliche Schülerinnen und Schüler, egal, ob das jetzt Flüchtlinge sind oder andere Kinder, braucht man mehr Unterrichtspersonal. Da muss man das Schulbudget erhöhen.“

Dass mehr Kinder, zumal Flüchtlingskinder, auch mehr pädagogische Ressourcen erfordern, darauf hatten zuletzt im STANDARD bereits mehrere Landesschulratspräsidenten, rote wie schwarze, hingewiesen.

Im Moment gibt es aus dem Finanzministerium aber noch keine Signale, dass das Bildungsressort, dem das Wasser finanziell schon weiter als nur bis zum Hals steht, zusätzliche Mittel bekommen wird. (Lisa Nimmervoll, 27.8.2015)

 

Quelle:

derstandard.at/2000021308765/

Familie / Zuhause

Die Lüge vom Richtigen

Mr. Right, wo versteckst du dich? Viele Frauen suchen verzweifelt ihren Traummann. Dabei ist schon der Versuch, den Richtigen zu finden, der falsche Weg zum Liebesglück.

 

Es gibt gefühlt hunderte Regalmeter mit Liebes-Ratgebern. Sie tragen Titel wie „Von der Kunst, den Richtigen zu finden“ oder „Dieses Mal klappt es aber wirklich – echt jetzt: Wie sie Mr. Right erobern und halten“ (ok, der war erfunden). Frauen lesen diese Bücher.

Warum? Weil sich von Kleinmädchenzeiten an ein Gedanke tief ins kollektive Frauen-Bewusstsein eingebrannt hat: Dass er irgendwo da draußen ist. Unter all den Bindungsphobikern, Womanizern, Fröschen und Machos. Der eine Mann, der nur für uns geschaffen ist. Der Einzige. Der Richtige.

Das Versprechen: Wer ihn findet, wird glücklich. Für immer selbstredend – mit weniger geben wir selbstbewussten, emanzipierten Frauen von heute uns nicht zufrieden. Die Idee vom Richtigen unterstellt ganz nebenbei, dass man alle Verantwortung für sein Liebesglück abgeben kann. Wenn es nicht klappt, war es halt einfach der Falsche.

Auch der Richtige ist kein perfekter Mensch

Interessanterweise kann aus einem anfangs Richtigen ganz schnell der Falsche werden. Denn auf die Hochphase der Verliebtheit folgt irgendwann zwangsläufig die Desillusionierung. Eine schmerzhafte Zeit, wenn man erkennen muss: Dem Anderen wachsen auf dem Rücken überraschenderweise doch Haare statt Engelsschwingen. Er geht unverschämterweise auch eigenen Interessen nach. Man hat ihn sogar schon einmal mies gelaunt erlebt, verdammt!

Jetzt zeigt es sich, ob wir uns nur in ein idealisiertes Bild vom Anderen verliebt haben oder ob wir akzeptieren, dass auch der Richtige kein perfekter Mensch ist.

Eine entscheidende Rolle spielt dabei die erste „Liebesbeziehung“ unseres Lebens – die zu unseren Eltern, so die Paartherapeutin Sandra Konrad in ihrem neuen Buch „Liebe machen – Wie Beziehungen wirklich gelingen“. Heißt: Wir fühlen uns zu Typen hingezogen, die so humorvoll sind wie unser Vater. Aber auch andersherum wirkt diese Projektion. Er sollte auf keinen Fall so herrisch sein wie unsere Mutter.

Zu hohe Erwartungen

All diese Dinge sind uns nicht bewusst. Dennoch können sie weitreichende Folgen haben, denn: „Wir versuchen unser Leben lang, alte Wunden zu versorgen – und das gelingt nur mit Menschen, die an ihnen rühren“, so Sandra Konrad. Kurz gesagt: Was man von Vater und Mutter nicht genug bekam, soll dann der Traummann ausbügeln. „Wir hoffen auf ein Happy End“ – mit dem Richtigen.

Das Ergebnis ist bekannt: Viele Frauen stecken in einer nicht enden wollenden Wiederholungsschleife von Ver- und Entlieben. Sie werden zu so genannten seriellen Monogamisten. Bei jedem neuen Mann hoffen sie, dass es dieses Mal der Richtige ist.

Paartherapeutin Konrad hat darauf eine so einfache wie überzeugende Antwort: Den einen Richtigen gibt es nicht, es gibt viele potentiell Richtige. „Idealerweise können wir mit unserem Partner wachsen“, sagt Sandra Konrad. Das heißt auch: Ihm Schwächen zugestehen und ihn nicht zu einem unrealistischen Traummann idealisieren, der in jeder Situation immer alles richtig macht.

 

Von:

http://www.brigitte.de/liebe/beziehung/luege-vom-richtigen-1248354/

Ferien

Top 5 malerischsten Ecken von Armenien

Armenien ist ein kleines Land, in dem altertümliches Kulturerbe harmonisch mit einzigartigen natürlichen Schönheiten kombiniert ist. Jedes Jahr kommen Touristen aus verschiedensten Ländern für einen Besuch nach Armenien, um sich mit der Architektur bekannt zu machen, heilendes Mineralwasser zu probieren und die wunderschöne Landschaft zu genießen. Die Landschaft hier ist unvergesslich: hölzerne Berge und Hügel, Kristallseen, Alpenweiden bedeck mit Blumen, laute Wasserfälle, schnelle Flüsse, tiefe und malerische Schluchten. Armenien ist auch das älteste christliche Land, welches als erstes das Christentum als Landesreligion übernommen hat. Heute verfügt das gesamte Land über mehr als 400 religiöse Denkmäler die mit dem Christentum verbunden sind, jedes mit seiner eigenen Geschichte. Im Folgenden präsentieren wir 5 malerische Ecken für eine Reise nach Armenien, welche bei einem Besuch im Land unbedingt gesehen werden sollten.

Dilijan

Dilijan

Dilijan ist eine der schönsten Städte in Armenien. Sowohl Einheimische, als auch Touristen kommen hierher, um dessen Schönheit zu genießen, eine Auszeit zu nehmen und die mit Kieferaroma gefüllte, gesunde Luft zu atmen. Die Stadt bietet verschiedene gemütliche Landhäuser und Hotels für eine angenehme Auszeit und von nahezu allen Seiten wird sie von einem Nationalpark umgeben. Dies wurde errichtet um  Eichen- und Kieferwälder als auch Bergseen zu schützen. Dies erklärt die frische, saubere und gesunde Luft von Dilijan. Nach einer etwa 20 minütigen Autofahrt nordöstlich von Dilijan finden Sie den großartigen Parz See, welcher ein Teil des Nationalparks ist. Der See ist von dichten Bäumen umgeben, welche sich über den See beugen und im klaren Wasser reflektiert werden. Es gibt einen Waldweg, der vom See bis zum Dorf Gosh führt. Diese Route ist so malerisch, dass sie sehr beliebt bei Wanderliebhabern ist. Im Gosh Dorf können Sie mittelalterliche Kloster des 8. Jahrhunderts sehen- Goshavank.

Jermuk

Jermuk

Jermuk ist eine weitere gemütliche Stadt in Armenien – nicht nur berühmt für die schöne Landschaft sondern auch für heilendes Mineralwasser, welches für die Behandlung vieler Erkrankungen genutzt wird. Der schöne Arpa Fluss teilt die Stadt in zwei Teile und die Flussmündung ist der Wasserfall Jermuk – einer der schönsten Anblicke der Stadt und der zweitgrößte Wasserfall in Armenien. Das Wasser fällt von einer Höhe von 68 Meter und erzeugt beim Auftreffen unzählige glitzernde Spritzer. Im der Schlucht des Flusses Arpa können Sie interessante Felsformationen sehen, welche ein riesiger einhundert Meter Monolith mit großen Stufen ist, die bis zur Spitze führen. Dieses Gebilde wird als “Stufen zum Himmel” bezeichnet. Noch immer ist es nicht bewiesen ob diese Stufen auf natürliche Weise oder durch menschliche Arbeit entstanden sind.

Khndzoresk

Khndzoresk1

Nicht weit von der Stadt Goris in der Syunik Gegend, gibt es ein Dorf von absoluter Schönheit. Für jeden Tourist, der diesen interessanten Ort besucht, scheint als würde die Zeit still stehen und man sich in einem vergangenen Jahrhundert befinden. Die Hauptattraktion ist die Höhlenstadt, in der Menschen vor mehr als tausend Jahren lebten. Die Menschen lebten in diesen Höhlen für Jahrhunderte. Die Höhlen dienten nicht nur als Wohnung, sondern auch als Rückzugsort vor Feinden.

Die Einwohner der Höhlen haben nun die alte Stadt verlassen, welche sich nun unter Landesschutz befindet. Besucher aus der ganzen Welt kommen nach Khndzoresk um diese einzigartige Höhlenstadt mit ihren alten Kirchen und Grabmälern zu sehen. Eine wunderschöne grüne Landschaft und die umgebenen Felsen machen das landschaftliche Bild perfekt.

Lake Sevan

SEVAN1

Der Sevan See ist einer der größten Frischwasser-Seen der Welt. Der See ist so groß, dass er manchmal “armenisches Meer” genannt wird, und durch seine atemberaubende Schönheit auch “die Perle Armeniens”. Die vom See umgebene Landschaft lässt niemanden unbeeindruckt: Bergesteppen, Alpenwiesen und malerische Hügel. Auf der Halbinsel Sevan befindet sich das Kloster von Sevanavank, welches im Jahre 874 errichtet wurde. Das Gebiet um den See ist ein großartiger Ort für einen Sommerurlaub. Sowohl Einheimische als auch Besucher kommen im Sommer und genießen die Zeit. Man kann hier surfen, auf einer Yacht und Katamaranen fahren, Campen und eine unvergessliche Zeit genießen. Im Winter bietet das Gebiet eine tolle Möglichkeit zum Ski fahren.

Mount Aragats

Aragats

Mount Aragats ist ein  erloschener Vulkan und der höchste Punkt Armeniens (4090m). Alpenweiden mit einer Auswahl an duftenden Blumen umgeben den Berg und hunderte kalte Quellen lassen die Schönheit nicht unberührt.

Das Panorama, welches sich von der mittleren Höhe vor Ihnen eröffnet, ist nicht weniger beeindruckend: der Bergsee, Silber im Hintergrund durch smaragdgrüne Gefälle, einsame Hügel die sich in das Tal des Arkas Fluss drehen.

Die Temperatur schwankt je nach Höhe: je höher Sie klettern, desto kälter ist es. Mount Aragats ist ein beliebtes Ziel zum Wandern und das Besteigen der Alpen.

 

Schlafzimmer

Pornos gucken mit dem Partner: So viele Frauen tun es

Experten fanden heraus, wie viele Frauen Pornos gucken, Vibratoren nutzen, Fesselspiele mögen – und ob es wirklich einen vaginalen Orgasmus gibt.

 

Interessant: Frauen sind beim Sex experimentierfreudiger geworden als noch vor zehn Jahren – aber legen auch mehr Wert auf Treue in der Beziehung. Das sind die Ergebnisse einer Langzeitstudie des Instituts für Sexualforschung der Uniklinik Hamburg-Eppendorf, die diese Woche beim Spiegel veröffentlicht wurden. Fast zehntausend Studentinnen wurden über Jahre hinweg ausgiebig zu ihrem Sexleben befragt. Das klare Ergebnis: In den letzten 20 Jahren haben Frauen eindeutig mehr Selbstbewusstsein beim Sex entwickelt und haben keine Scham, das für sich einzufordern, was ihnen Lust macht.

Blümchensex war gestern – die Fakten der Studie im Überblick

  • 44 Prozent der befragten Frauen gucken gemeinsam mit dem Partner Pornos (vor 20 Jahren nur 29 Prozent).
  • 38 Prozent benutzen einen Vibrator (vor 20 Jahren noch 11 Prozent).
  • 36 Prozent probieren Fesselspiele – oft bleibt es aber trotz „Shades of Grey“ nur beim einmaligen Versuch (vor 20 Jahren: 18 Prozent).
  • 20 Prozent verbinden den Sex mit anregenden Rollenspielen (vor zwanzig Jahren machten das nur 11 Prozent).
  • 47 Prozent gaben an, „mehr als sechs Geschlechtspartner“gehabt zu haben (weniger als noch 1981, wo der Wert bei 61 Prozent lag)
  • 85 Prozent verlangen vom Partner absolute Treue (vor zwanzig Jahren noch 69 Prozent)
  • 8 Prozent haben den aktuellen Partner schon einmal betrogen (vor zwanzig Jahren noch 34 Prozent).

„Den vaginalen Orgasmus gibt es nicht“

Auch interessant: Laut Experten vom Italienischen Zentrum für Sexualforschung in Bologna ist nicht nur der G-Punkt eine Illusion – auch den vaginalen Orgasmus gibt es nicht. Viele Frauen mögen beschwören, so einen Orgasmus selbst erlebt zu haben, Ursache des vaginalen Orgasmus ist trotzdem die Klitoris, wenn auch über einen Umweg: Selbst, wenn sie beim Sex nicht primär stimuliert wurde, ist die Klitoris dank Mitarbeit des „erektilen Gewebes um die Scheide“ beteiligt und führt so zum Höhepunkt.

Wie „vermessbar“ ist die Lust?

Klar, hundertprozentig sicher ist natürlich nichts davon – die Sexualforschung ist halt keine Atomphysik, bei der jede Kleinigkeit messbar ist und in nackten Zahlen festgehalten wird. Der G-Punkt wird mit Sicherheit weiter unter Forschern umstritten bleiben, und trotz der anatomischen Erkenntnisse aus Bologna wird wohl auch der vaginale Orgasmus weiter diskutiert werden (von der Frage, ob jetzt Frauen „squirten“ können oder nicht, ganz zu schweigen).

Entscheidender an diesen Forschungsergebnissen ist: Frauen kennen ihren Körper und ihre Bedürfnisse besser als je zuvor und haben auch keine Scham mehr, ihre Wünsche beim Partner direkt anzusprechen. Direkte Kommunikation ist und bleibt das beste Mittel für guten Sex.

Und wir haben gelernt: Auch der tollste Sex kann in der Beschreibung mit Formulierungen wie „erektiles Gewebe um die Scheide“ plötzlich wahnsinnig unsexy wirken.

 

Hier der Link dazu:

www.brigitte.de/liebe/sex-flirten/vaginaler-orgasmus-1245118/

Erziehung / Bildung

Kiel: Falsche Lehrerin steht wegen Betrugs vor Gericht

  • Eine Frau arbeitet mehr als zwei Jahrzehnte als Lehrerin, wird sogar verbeamtet – alles dank gefälschter Zeugnisse.
  • Nun steht die 50-Jährige vor Gericht, ihr wird Betrug und Urkundenfälschung vorgeworfen.
  • Bei einer Verurteilung droht der Frau eine Haftstrafe. Mehrere Bundesländer fordern bereits Rückzahlungen unrechtmäßig erhaltener Bezüge in sechstelliger Höhe von ihr.

Vermutliche Hochstaplerin steht in Kiel vor Gericht

Eine ehemalige Beamtin, die nach der Wiedervereinigung als falsche Lehrerin etwa zwei Jahrzehnte in mehreren Bundesländern unterrichtet haben soll, muss sich seit Mittwoch vor dem Kieler Amtsgericht verantworten. Die Anklage wirft der alleinstehenden Mutter Betrug und Urkundenfälschung vor. Demnach erschlich sich die Frau mit gefälschten Papieren Lehrer-Anstellungen und Verbeamtung. Nach Angaben ihrer Verteidigerin will sich die 50-jährige Angeklagte aus Wismar erstmals zu den Vorwürfen äußern. „Wenn etwas dran ist, will sie reinen Tisch machen“, sagte die Verteidigerin.

Das Gericht will an drei Verhandlungstagen mehrere Zeugen hören. Zum Prozessauftakt ist auch der Schulleiter aus Mölln als Zeuge geladen, durch dessen Initiative sie aufgeflogen war. Außerdem wird ein psychiatrischer Gutachter zur Frage der Schuldfähigkeit der Frau Stellung nehmen. Das Urteil wird Mitte Juni erwartet. Bei einer Verurteilung droht ihr eine Haftstrafe.

Trotz Ermittlungen gegen sie fand die Frau eine neue Stelle

Der neue Direktor am Möllner Gymnasium hatte 2010 die Schulaufsicht eingeschaltet. Er war wegen der mangelnden Leistungen der Frau misstrauisch geworden, die im Widerspruch zu ihren angeblich guten Abschlüssen standen. Die Kieler Staatsanwaltschaft begann zu ermitteln. Ende 2012 wurde die Angeklagte suspendiert, Anfang 2013 wurde die Ernennung zur Beamtin zurückgenommen.

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Doch trotz der öffentlich erhobenen Vorwürfe und Ermittlungen gelang es der Frau, in den Schuldienst nach Mecklenburg-Vorpommern zu wechseln. Dort soll sie 2013 an zwei Schulen bei Schwerin unterrichtet haben. Erst durch einen Hinweis der Ermittler an die Schulbehörden wurden auch dort Überprüfungen in Gang gesetzt. Sie soll daraufhin einen Auflösungsvertrag unterschrieben haben.

Aus DDR-Staatsbürgerkunde wird Sozialkunde

Ihr Lehrer-Diplom soll die 50-Jährige 1990 erworben haben – in den Fächern Deutsch und der als Propagandafach geltenden DDR-Staatsbürgerkunde. Um nach Wende und Wiedervereinigung als Lehrerin übernommen zu werden, soll sie daraus Sozialkunde gemacht haben. Zudem fälschte sie laut Anklage ihre Staatsexamina. Erstmals soll sie 1991, da war sie Mitte 20, in Wolgast in Vorpommern unterrichtet haben. Medienberichten zufolge fielen angeblich dort bereits Unstimmigkeiten in ihren Papieren auf. Sie sei deswegen 1995 in den Schuldienst nach Brandenburg gewechselt, dann nach Berlin, wo sie auch verbeamtet wurde.

Die Angeklagte, die nach Angaben ihrer Verteidigerin über kein eigenes Einkommen verfügt, sieht sich hohen Rückzahlungsforderungen gegenüber. Das Land Schleswig-Holstein verlangt nach Angaben des Bildungsministeriums seit Ende 2013 die Rückzahlung der Beamtenbezüge. Die Besoldung seit dem 1. August 2008 sei ohne Rechtsgrundlage erfolgt. Bisher gebe es aber noch keinen Zahlungseingang, sagte eine Sprecherin. Nach Medienberichten fordert das Land etwa 200 000 Euro zurück. Auch andere Bundesländer sollen zu Unrecht gezahlte Bezüge wieder einfordern – angeblich insgesamt weitere 80 000 Euro.

Linktipp: Die Kollegen von Zeit Online haben den kompletten Werdegang der angeklagten Frau nachvollzogen.

 

zur Webseite:

www.sueddeutsche.de/bildung/

Erziehung / Bildung

Bessere Ausbildung für ErzieherInnen: Vier Jobs in einem

Bessere Ausbildung für ErzieherInnen

Die ErzieherInnenarbeit ist anspruchsvoller geworden – auch weil viele sehr kleine Kinder in Kitas sind. Experten fordern umfangreichere Ausbildung.

Wer den fast 50 Seiten starken „Orientierungsplan“ für Kitas in Baden-Württemberg studiert, bekommt den Eindruck, ErzieherInnen müssten KinderpflegerInnen, LogopädInnen, SozialarbeiterInnen und PsychologInnen gleichermaßen sein. „Wir stehen vor einer historischen Wende“, sagt Anke König, Projektleiterin für die Weiterbildung frühpädagogischer Fachkräfte am Deutschen Jugendinstitut in München, „noch nie waren so viele Kinder in Tagesbetreuung untergebracht, vor allem nicht so viele junge Kinder, und noch nie waren die Erwartungen der Eltern an diese Einrichtungen so hoch. Kinder sollen nicht nur mit Matsch und Sand spielen, sondern dabei auch „sprachlich begleitet“ werden. Kinder sollen nicht nur malen, sondern auch veranlasst werden, „zu ihren eigenen Bildern zu sprechen“. Kinder sollen sich nicht nur über Geschenke freuen, sondern auch lernen, zwischen dem „Gebrauchswert“ und dem „Gefühlswert“ von Dingen zu unterscheiden.

Nicht nur der aktuelle Streik lenkt den Blick darauf, dass die Betreuung der 3,3 Millionen Kinder in den Kitas heute viel mehr sein soll als nur Windeln wechseln, aufpassen auf dem Spielplatz, Essen reichen und vorsingen. 17 Prozent der betreuten Kinder in den Kitas sind heute jünger als drei Jahre. Doch wer glaubt, die Arbeit mit den Allerkleinsten erfordere erst recht keine intellektuellen Qualitäten, der irrt. „Das ist eine sehr wichtige Lebensphase.

So viel wie in den ersten drei Lebensjahren lernen die Kinder später nicht mehr, und nie wieder sind sie so verletzlich“, sagt Iris Nentwig-Gesemann, Professorin für Bildung im Kindesalter an der Alice Salomon Hochschule in Berlin. Bei den Kleinsten sei es besonders wichtig, eine „professionelle und reflektierte Bindungsbeziehung“ aufzubauen, ohne die Ersatzmama spielen zu wollen. Fachkräfte in den Kitas müssten das Verhalten der Kleinstkinder sehr aufmerksam beobachten und einschätzen können, um deren motorische, kognitive, sprachliche und sozial-emotionale Entwicklung individuell und passgenau begleiten und fördern zu können, so Nentwig-Gesemann.

B. A. Kindheitspädagogin

Daher fordern ExpertInnen und die Gewerkschaft Verdi eine umfangreichere Ausbildung für die BetreuerInnen. Bisher ist die Ausbildung zur staatlich anerkannten ErzieherIn eine Ausbildung an einer Fachschule, doch es gibt inzwischen auch immer mehr Studiengänge an Hochschulen mit einem höheren wissenschaftlichen Anteil und starkem Praxisbezug, wo man einen Bachelorabschluss etwa als „Kindheitspädagogin“ erwerben kann. Die AkademikerInnen machen derzeit nur 5 Prozent der rund 600.000 pädagogischen Fachkräfte in den Kitas aus.

„Jede Kita sollte neben den ErzieherInnen mindestens eine Kindheitspädagogin beziehungsweise einen Kindheitspädagogen beschäftigen“, sagt Nentwig-Gesemann, „und damit von multiprofessionellen Teams profitieren.“ Verdi will allerdings, dass vielen ErzieherInnen der Weg in eine akademische Aus- und Weiterbildung eröffnet wird, sodass in den Kitas dann nicht eine Minderheit, sondern die Mehrheit einen Hochschulabschluss besäße – und damit erst recht besser bezahlt werden müsste. Damit soll sich Deutschland auch an die Nachbarländer wie etwa Frankreich oder England angleichen, wo der Beruf nur an Hochschulen gelehrt wird.

 

Übernommen aus:

http://www.taz.de/Bessere-Ausbildung-für-ErzieherInnen/!5200712/

Familie / Zuhause

Älteres iPhone für die Tochter, aber bitte mit neuem Akku!

Bei der täglichen Organisation im Familienleben gibt es fast täglich Probleme zu lösen, zu trösten oder Termine zu managen. Ein ganz großes Thema ist bei uns wie bei so vielen anderen Familien Computer und Smartphones. Durch die immer 2 Jahre laufenden Verträge mit einem Telekommunikationsunternehmen bekommt man alle 2 Jahre ein neues Smartphone, wenn man will. Und irgendwie macht man es halt dann, weil man will ja auf dem neuesten Stand bleiben. Dieser Fall ist kürzlich in unserer Familie eingetreten. Der Vertrag meines Mannes lief aus und er verlängerte ihn um 2 weitere Jahre und bestellte sich ein iphone 6 dazu. Nun hatte er allerdings noch das iPhone 5, nur 2 Jahre alt.

Wir überlegten, ob wir es verkaufen sollten, die Gebrauchtpreise für relativ aktuelle iphones sind erstaunlich hoch. Auf der anderen Seite berichtete unsere 10-jährige Tochter, dass fast alle Klassenkameraden ein Smartphone besitzen würden und sie mit dem alten Samsung Galaxy mini schon ziemlich eingeschränkt sei. Ich verstand nicht wirklich, warum jetzt eine 10-jährige unbedingt ein relativ aktuelles Smartphone braucht, mein Mann hatte da mehr Verständnis, na ja, es ist auch das Nesthäkchen und die einzige Tochter. Nun denn, wir entschieden, dass sie also das ausgemusterte iPhone 5 meines Mannes bekommen sollte. So geschah es dann auch. Als das neue iPhone 6 eingetroffen war, bekam sie das alte Handy meines Mannes. Zuerst war die Freude groß, allerdings wurde diese ein wenig eingetrübt, als sie feststellen musste, dass der Akku des iPhones 5 schon ziemlich schwach war. Meinem Mann fiel das nie auf, weil er ständig eine Lademöglichkeit hat, im Büro, im Auto und natürlich zuhause. Wenn meine Tochter aber den ganzen Nachmittag (in die Schule darf das Handy nicht mitgenommen werden) draußen damit rumspielt, ohne laden zu können, geht dem iPhone ziemlich schnell der Saft aus.
Das konnten auch wir nicht ignorieren, wir hatten auch ein Interesse daran, dass ihr Handy dann auch im Notfall funktioniert. Also musste ein neuer Akku her. Beim iPhone ist es natürlich nicht mehr so, wie bei alten Nokia Handys, dass man den Akku so ohne Weiteres entnehmen und tauschen kann. Da musste ein Fachmann für Smartphones ran, der auch das notwendige Werkzeug hatte, um die Spezialschrauben beim iPhone zu lösen. Diesen fanden wir in Berlin Prenzlauer Berg und der Preis war niedriger, als wir befürchtet hatten. Für 45,00€ inkl. Akku baute uns der nette Servicemann einen neuen Original-Akku ein, ein wirklich fairer Preis. Jetzt wissen wir für die Zukunft, an wen wir uns wenden können, wenn es um die Reparatur eines unserer Smartphones geht und das Töchterchen ist auch glücklich, was will man mehr?